Nachrichten

Bestattungs­recht: Wechsel der Grabstätte nur selten erlaubt
23.03.2016

Der vermutete Wunsch eines Verstorbenen, nicht getrennt von seiner Familie bestattet zu sein, reicht für eine Umbettung in ein anderes Grab vor Ablauf der Mindest­ruhezeit nicht. Das beschloss das Ober­verwaltungs­gericht Lüneburg (Az. 8 LA 152/15). Ein Mann wollte die sterb­lichen Über­reste seines 2013 verstorbenen Vaters umbetten lassen, nachdem dessen Witwe und zweite Ehefrau entschied, sich später nicht im selben Grab bestatten zu lassen. Der Sohn aus erster Ehe wünschte, dass sein Vater nun im Familien­grab neben seiner ersten Frau und der verstorbenen Tochter beerdigt werde. Der Friedhof weigerte sich. Die Richter wiesen die Klage des Sohnes ab. Es sei unsicher, ob der Verstorbene das wirk­lich gewollt hätte. Eine Umbettung sei nur aus wichtigem Grund zulässig, etwa wenn Ehepartner nur dann im selben Grab beerdigt werden könnten.

Mehr lesen Kontakt: