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Neues Begutachtungsassessement (NBA) zur Ermittlung der Pflegegrade - ein erster grober Überblick
10.01.2017

Im Zuge des Gesetzes werden am 1. Januar 2017 die bisher drei Pflegstufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Für deren Ermittlung wurde ein neues Begutachtungsverfahren geschaffen, das so genannte Begutachtungsassessment (NBA), dass für Neuanträge ab dem 01.01.2017 gilt. Es bewertet den Grad der Selbstständigkeit in sechs Bereichen, sogenannten Modulen, mit unterschiedlicher Gewichtung: Mobilität (10%), kognitive Fähigkeiten und psychische Problemlagen (15%), Selbstversorgung (40%), die Fähigkeit krankheitsbedingte Belastungen zu meistern, also alleine zum Beispiel Medikamente einzunehmen(20%) sowie den Tagesablauf selbständig zu gestalten (15%). Eine Zeiterfassung, wie bisher, spielt bei der neuen Begutachtung keine Rolle mehr.

Bei der Prüfung der sechs Module ist bei der Mobilität zu beginnen. Wichtigstes Kriterium ist hier, wie selbständig der Pflegebedürftige sich in den eigenen vier Wänden bewegen kann. Die Einschätzung richtet sich ausschließlich danach, ob die zu pflegende Person in der Lage ist ohne personelle Unterstützung eine Körperhaltung einzunehmen oder zu wechseln und sich fortzubewegen. Zu beurteilen sind hier lediglich Aspekte, wie Körperkraft, Balance oder Bewegungskoordination und nicht die zielgerichtete Fortbewegung. Das Treppensteigen fließt auch in die Bewertung ein, unabhängig davon, ob die pflegebedürftigte Personeine Treppe hat oder nicht.

Im Modul "Kognitive und kommunikative Fähigkeiten" werden Aspekte wie Erkennen, Entscheiden oder Steuern etc. und nicht die motorische Umsetzung, geprüft. Dabei sind auch die Auswirkungen von Hör-, Sprech- oder Sprachstörungen zu berücksichtigen.

Der Unterschied zum Modul Mobilität liegt darin, dass hier keine Aktivität, sondern eine geistige Funktion beurteilt wird. Für die Bewertung ist unerheblich, ob ein zuvor selbständiger Erwachsener eine Fähigkeit verloren hat oder nie ausgebildet hat.

Im Modul "Verhaltensweisen und psychische Problemlagen" werden die Folgen von Gesundheitsproblemen, die immer wieder auftreten und personelle Unterstützung erforderlich machen, bewertet. Der pflegebedürftigen Menschen braucht etwa Unterstützung bei der Bewältigung von belastenden Emotionen (wie z. B. Panikattacken), beim Abbau psychischer Spannungen oder bei Tendenz zu selbstschädigendem Verhalten.

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Kontakt: richter@anwaltskanzlei-wue.de 0931/47085337 Hier geht es zu unserem Ressort Pflegerecht: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/rechtsgebiete/pflegerecht/
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