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Zehn Jahre spezialisierte ambulante Palliativversorgung
01.04.2017

Vor zehn Jahren hatte die Bundesregierung am 1. April 2007 im Rahmen der Gesundheitsreform den Weg zur spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) schwerst kranker Menschen freigemacht. Die SAPV richtet sich an schwerstkranke und sterbende Menschen und soll ihnen bis zum Tod ein menschenwürdiges Leben in der vertrauten, häuslichen Umgebung ermöglichen sowie Klinikaufenthalte vermeiden. 

Mit zwei eigenständigen Paragraphen (den §§ 37b und 132d SGB V wurde seinerzeit die multiprofessionelle Palliativversorgung durch ein spezialisiertes Team verbindlich eingeführt. Damit steht seither formal allen Bürgern eine fachkompetente Betreuung im heimischen Umfeld zur Verfügung. SAPV-Teams sind schon in Bamberg, Nürnberg, Fürth, Erlangen und Würzburg im Einsatz. Schweinfurt bildet einen weißen Fleck auf der Landkarte, weil es schwer ist hinreichend qualifiziertes Personal zu finden. Denn in den SAPV-Teams dürfen nur Ärzte mit Zusatzausbildung Palliativmedizin und Pflegekräfte mit Weiterbildung in Palliativcare Pflege arbeiten. Die Teams kooperieren mit Hausärzten, Pflegediensten und Hospizvereinen und sind 24 Stunden erreichbar. Die SAPV wird von Haus-, Fach- oder Klinikärzten verordnet und von den Krankenkassen bezahlt.  In Schweinfurt gibt es aber eine Palliativstation, die an das Krankenhaus St. Josef angegliedert ist, so dass die palliative Versorgung für die Region sichergestellt ist. Zu ihrem Einzugsbereich gehören neben Stadt und Landkreis Schweinfurt auch die Haßberge. Mittlerweile ist die Nachfrage nach den Betten so groß, dass es schon Wartelisten gibt.

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