GPS-Koordinaten - Verbinden Sie Ihr Grab mit dem Internet

GPS-Koordinaten verbinden Sie Ihr Grab mit dem Internet

QR-Code Digitales Grab

In den vergangenen Jahren haben sich zunehmend QR-Codes - eingraviert in den Grabstein oder als Plakette an der Urnentafel angebracht - etabliert, um das Grab mit der zugehörigen Gedenkseite im Internet zu verbinden. Mit der langen Liegezeit der Gräber stellt sich aber auch die Frage, ob die im Grabstein eingravierte Internet-Adresse nach 25 Jahren noch immer existiert!?

Da es für die geschilderte Problemstellung mit den QR_Codes wohl keine nachhaltige Lösung geben kann, mit der jede Friedhofsverwaltung einverstanden ist, geht die Vorsorge-Plattform einen völlig neuen Weg: zu jedem Grab können geografische Daten (Global Positioning System, GPS) abgespeichert werden. Befindet sich der Anwender dann auf einem Friedhof (oder irgendwo anders), dann kann er mit seinem Handy die GPS-Daten seines Standortes an die Plattform übertragen. Als Antwort erhält er eine Auflistung aller Gräber angezeigt, die sich im vorgegebenen Umkreis von seiner Position befinden. Ist das Grab auf der Plattform mit einer Gedenkseite verknüpft, so wird auch diese angezeigt.

 

Wesentliche Eigenschaften dieses Verfahrens sind:

  • Die Anbringung eines QR-Codes am Grab oder Urne ist nicht mehr notwendig
  • Es entstehen keine Kosten für die Herstellung oder Montage des QR-Codes.
  • Die digitale Erfassung von Gräbern mit der mobilen App der Vorsorge-Plattform ist ebenfalls für Jederman kostenfrei, ausgenommen die anfallenden Verbindungsgebühren.
  • Bei hoher Grabdichte (v.a. bei Urnengräbern) erhält der Anwender ggf. mehrere Suchergebnisse angezeigt, die Zuordnung von Internetseite zum richtigen Grab muss er selbst vornehmen.
  • Mit der Digitalisierung eines Grabes werden folgende Daten erfasst:
    • Land, Stadt, Friedhof
    • Vor- und Nachname der verstorbenen Person
    • Geburts- und Todestag
    • Art des Grabes (Erdgrab, Urnengrab, etc.)
    • GPS-Daten
    • Fotos

 

Rechtliche Situation

Bei der Fotografie von Personen und der Veröffentlichung der Bilder steht der Schutz von Persönlichkeitsrechten im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Persönlichkeitsrechte und der Persönlichkeitsschutz in Deutschland werden abgeleitet aus Art. 1 Abs. 1 GG ("Die Würde des Menschen ist unantastbar") in Verbindung mit mit Art.2 Abs.1 GG "... Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit ...". Dieses Recht erlischt jedoch mit dem Tod.

Ein Postmortaler Persönlichkeitsschutz in Bezug auf die Daten eines Verstorbenen ist dennoch vorhanden ("Mephisto"-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts BVerfG), jedoch ist die Dauer nicht generell festgelegt. Gleichwohl sind angemessene Trauerfristen einzuhalten. Hieraus läßt sich ableiten, dass Gräber nur fotografiert oder datentechnisch erfasst werden sollten, wenn

  • die Bestattung angemessen zurück liegt
  • keine unerlaubten finanziellen Absichten verfolgt werden
  • kein Missbrauch der Daten der Verstorbenen erfolgt
  • auf Verlangen der Angehörigen eine unverzügliche Löschung von Daten und Bildern möglich ist

Das virtuelle Grab mit einem Bild der/des Verstorbenen auszustatten, unterliegt dem § 22, KunstUrhG.

Unsere Empfehlung ist, daß Sie nur die Gräber der eigenen Verstorbenen digitalisieren. Wollen Sie die Gräber Unbekannter erfassen, so sprechen Sie zuvor mit der zuständigen Friedhofsverwaltung.

 

Linktipps:

 

Auf dieser Vorsorge-Plattform:

 


erstellt von CS

geändert am 29.12.2017

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