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Trends und Innovationen in der Bestattungsbranche

Trends und Innovationen in der Bestattungsbranche

Digitaler Nachlass - Digitaler Nachlassdienst

Verstorbene Personen digital auferstehen lassen

Der schwedische Bestatter Fenix Begravning möchte Verstorbene mit Hilfe künstlicher Intelligenz wiederauferstehen lassen. Im Rahmen einer Studie unter Mitwirkung eines Entwicklerteams entstehen erstmals digitale Kopien von Probanden, wobei die Teilnehmer hinsichtlich ihres Aussehens und ihres Charakters nachgebildet werden. Bei der ersten Version des Programms soll ausschließlich die Stimme einer Person nachempfunden werden. Hierfür wird die Stimme zunächst aufgezeichnet und analysiert. Die Nachbildung soll dann mit Hilfe künstlicher Intelligenz alltägliche Fragen beantworten können, auch wenn die Person nicht mehr unter den Lebenden weilt.

Website: https://fenixbegravning.se/om-fenix/    |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Umweltfreundlichere Beerdigung

Die University of California in Los Angeles setzt einen Resomator ein, um die Bestattung von Menschen umweltfreundlicher zu machen. Der Resomator stellt eine Alternative zur energieaufwendigen Verbrennung einer Leiche dar und führt eine flüssige Einäscherung durch. Hierbei löst sich der menschliche Körper im Rahmen einer alkalischen Hydrolyse auf, bei der Kaliumhydroxid oder Natriumhydroxid und heißes Wasser zum Einsatz kommen. Zurück bleiben nur die Knochen. Durch diese Form der Einäscherung wird verhindert, dass die in einer Leiche enthaltenen giftigen Stoffe wie Chemotherapeutika in die Erde entweichen.

Website: http://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-sh/dissolving_the_dead   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Das umweltverträgliche Leichenhemd

Das Unternehmen Coeio hat Leichenhemden entwickelt, in denen der Körper in der Erde leichter zersetzt wird. Zu diesem Zweck wurde der „Infinity Burial Suit“ mit speziellen Pilzsporen behandelt, die der Leichnam aufnimmt. Das biologisch abbaubare Leichenhemd ist den anderen Bestattungsmethoden – etwa der Behandlung des Leichnams mit der Chemikalie Formaldehyd oder der Bestattung in einem Holzsarg – in Sachen Nachhaltigkeit überlegen. Auch Einäscherungen sind im Vergleich zum „Infinity Burial Suit“ laut Angaben von Coeio einegrößere Belastung für die Umwelt.

Website: http://coeio.com/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Digitale Erinnerungsgrabsteine

Der Fortschritt digitaler Speichermedien hält mittlerweile auch in ganz spezielle Lebensbereiche Einzug. Eingebettet in einen Grabstein, sorgt das Memory Medallion für fortwährende Erinnerungen an Verstorbene. Es enthält einen Mikrochip, auf welchem Fotos und Texte gespeichert werden können. Sobald jemand das Grab besucht, kann der Chip mit einem speziellen Lesestift gescannt und die Daten in ein Notebook oder PDA übertragen werden. Nun kann die Lebensgeschichte der betreffenden Person betrachtet und um eigene Fotos ergänzt werden. Die Memory Medallions sind jedoch vielfältig denkbar – auch eine Verwendung in Museen, Ausstellungen oder Zoos ist denkbar.

Website: http://www.rockofages.com   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Intelligente Urne mit App

Das kanadische Start-up Fragment hat eine intelligente Urne vorgestellt, die Angehörige und Freunde mit einer dazugehörigen Smartphone-Anwendung während des Trauerprozesses unterstützt. Auf einer Plattform können sie Erinnerungen an den Verstorbenen – sei es in Form von Fotos, Videos oder Texten – teilen. Die App erstellt aus diesem Material ein Video, das als kollektives Gedächtnis dient. Das Unternehmen hat zudem ein Objekt entworfen, das jeweils zur Hälfte aus Holz und Beton besteht. Es kommuniziert über ein Licht mit dem Besitzer und weist ihn auf die App hin, in der ihm themenbezogeneInhalte angeboten werden.

Website: http://www.fragment.life/home   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Begräbnis in der virtuellen Realität

Das Start-up iVeneration erstellt Grabmäler in der virtuellen Realität und will damit dem Platzmangel in Hongkong und der dadurch entstehenden finanziellen Belastung für Angehörige entgegenwirken. Hongkong ist eine der überfülltesten und teuersten Städte der Welt. Gräber kosten hier bis zu 130.000 US-Dollar. Laut iVeneration nehmen die Gräber der Verstorbenen mittlerweile fast mehr Raum ein als die Lebenden. Daher bietet das Start-up die Möglichkeit, an einem beliebigen Ort in der Stadt ein virtuelles Grab zu platzieren, das die Angehörigen des Verstorbenen unter Verwendung eines Headsets besuchen können.

Website: http://www.iveneration.com/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Smartphone-Spiel hilft im Umgang mit dem Tod

Ein britischer Kinderpsychologe und sein Team von Bounce Works haben das Smartphone-Spiel „Apart of Me“ entwickelt, das Familien und Kindern helfen soll, mit Todesfällen im näheren Umfeld umzugehen. Im Spiel findet sich der Nutzer auf einer Insel wieder, die er auf fünf symbolische, interaktive Arten erkunden kann. Er erhält zudem Unterstützung von einem Orakel, das als kluger Begleiter fungiert. Das Spiel erzählt eine Heldengeschichte, und wann immer der Spielfigur etwas zustößt, erlernt sie eine bestimmte Fähigkeit. Die Spieler wiederum lernen, ihr Leiden in Weisheit umzuwandeln, und werden dazu motiviert, sich mit anderen auszutauschen.

Website:   https://bounce.works/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com 

 

Organspender meldet sich aus dem Jenseits

Die Corporación del Trasplante in Chile appelliert an die Freigabe von Organen und bietet Teilnehmern nun die Möglichkeit, der Familie im Falle des eigenen Ablebens mitzuteilen, dass sie die Organe spenden wollen. In Chile ist per Gesetz jedermann Organspender, mehr als 50 Prozent der Familien lehnen dies im Todesfall jedoch ab. Die Werbeagentur Agencia Raya hat nun im Rahmen der Kampagne eine Website kreiert, auf der Nutzer eine Audionachricht aufnehmen können, in der sie ihren Organspendewunsch festhalten. Die Nachricht wird den Familienmitgliedern vorgespielt, sobald sie entscheiden müssen, ob sie den Körper freigeben wollen.

Website: https://thelastcall.cl/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Digitales Testament für Hinterbliebene

Die britische Niederlassung von LegalZoom hat mit „Legacy“ eine Art soziales Netzwerk für digitale Testamente entwickelt, das es Nutzern vor ihrem Tod ermöglicht, für Familie, Verwandte und Freunde Informationen zu sammeln und zu hinterlegen. „Legacy“ funktioniert hierbei wie eine Tagebuch-App. Der Nutzer kann Fotos und Videos aufnehmen und kommentieren. Zudem besteht die Möglichkeit, genau zu bestimmen, an welche Person und zu welchem Zeitpunkt die Nachrichten verschickt werden sollen. Alle Nachrichten können außerdem zu Lebzeiten des Nutzers jederzeit von ihm angepasst werden.

Website: https://www.legacy.co.uk/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Neues Leben mit der vernetzten Urne

Das spanische Start-up Disseny Estudi Moline hat mit „Bios Incube“ eine Methode erdacht, um aus der Asche von Verstorbenen Bäume wachsen zu lassen und das Wachstum der Pflanze per App zu tracken. Das Start-up entwickelte 2013 die „Bios Urn“, die biologisch abbaubar ist und Baumsamen enthält. Nun sollen Hinterbliebene mit dem „Bios Incube“ – einem vernetzten Wassertank, der mit einem Sensor ausgestattet ist – die Pflanze automatisch bewässern und über eine verknüpfte App die Feuchtigkeit und Temperatur der Pflanzenerde tracken können. Das soll ihnen das Gefühl geben, ihren verstorbenen Angehörigen nahe zu sein.

Website: https://urnabios.com/incube/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Nachrichten von Verstorbenen

Mit der Smartphone-Anwendung „SafeBeyond“ können Nutzer an verschiedenen Orten oder für bestimmte Anlässe Nachrichten für vertraute Personen hinterlassen, die nach ihrem Tod zugestellt werden. Dabei steht dem Nutzer ein Gigabyte an Speicher zur Verfügung, den er für Video- oder Audionachrichten nutzen kann. Für diese Nachrichten definiert er den gewünschten Empfänger. Verstirbt der Absender der Nachrichten, wird der Empfänger darüber informiert, dass „SafeBeyond“ eine Nachricht für ihn hat. Diese Nachrichten werden dann zum vorher festgelegten Datum zugestellt oder wenn sich der Empfänger am zuvor festgelegten Ort befindet.

Website: https://www.safebeyond.com   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Unsterblich im sozialen Netzwerk

Das soziale Netzwerk „Eter9“ verfolgt das Ziel, seine Nutzer auch nach ihrem Tod virtuell am Leben zu erhalten. Hierfür scannt eine künstliche Intelligenz gezielt das Verhalten jedes Nutzers, analysiert die geteilten Beiträge, die getätigten Klicks und die mit einem Like markierten Seiten, um den Nutzer kennenzulernen. Mit den gesammelten Informationen kreiert „Eter9“ anschließend einen virtuellen Avatar. Dieser übernimmt nach Ableben des Nutzers seine Stellvertretung im sozialen Netzwerk. Auch die Kommunikation mit den bestehenden Kontakten bei „Eter9“ soll auf diese Weise aufrechterhalten werden.

Website: https://www.eter9.com   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Dropbox-Ordner für Hinterbliebene

Mit der Anwendung „Testamentor“ können Nutzer in der Cloud eine Reihe von Dokumenten ablegen, die an Bezugspersonen weitergegeben werden, wenn die Nutzer selbst eine lange Zeit nicht online waren. Als Speicherort dient ein spezieller Dropbox-Ordner, in dem Dokumente wie Bank- oder Lebensversicherungspapiere sowie persönliche Nachrichten abgelegt werden können. „Testamentor“ empfiehlt auch, Log-in-Daten für soziale Netzwerke oder Hinweise für die Pflege von Haustieren zu hinterlegen. Ist der Nutzer eine von ihm vorher definierte Zeit lang online nicht aktiv, wird der Ordner an die zuvor eingetragenen Personen verschickt.

Website: https://testamentor.com/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Im Chat mit verstorbenen Personen

Das Start-up Eterni.me plant, eine künstliche Intelligenz mit persönlichen Daten von Menschen zu füllen, um nach deren Ableben möglichst reale Unterhaltungen mit den Verstorbenen simulieren zu können. Das am Massachusetts Institute of Technology gegründete Unternehmen will dazu alle verfügbaren persönlichen Daten aus sozialen Netzwerken und E-Mail-Postfächern auf Charaktereigenschaften der Person hin analysieren. Nachkommende Generationen sollen so ihre Vorfahren kennenlernen und Fans sollen über persönliche Erinnerungen mit verstorbenen Idolen chatten können.

Website: http://eterni.me/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

Auf den Spuren von Verstorbenen

Das von Zubin Pastakia initiierte Projekt „Traces of You“ hat es Hinterbliebenen ermöglicht, die häufigsten Wege von Verstorbenen anhand von Daten aus sozialen Netzwerken nachzusticken. Dafür wurden aus Facebook und Instagram so viele Daten wie möglich extrahiert, die sich einem bestimmten Ort zuweisen ließen. Daraufhin wurden Status-Updates und Bilder auf einer Karte markiert und eingefügt. Fragmente der Karte konnten von Hinterbliebenen als Stickvorlage bestellt werden, um die Wege nachzusticken, auf denen sich die betreffende Person zu bewegen pflegte. Die Wege konnten auch mit Hilfe einer mobilen Applikation nachverfolgt werden.

Website: http://zubinpastakia.com/portfolio/traces-of-you/   |   Quelle: http://tool.trendexplorer.com

 

 
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erstellt von CS

geändert am 17.04.2018

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