Pulsoximetrie

Ist Pulsoximetrie im Sport sinnvoll?

Eigentlich kommt die sogenannte Pulsoximetrie, bei der es im Kern um die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut geht, hauptsächlich in der Medizin zum Einsatz. Doch auch immer mehr Freizeit- und Breitensportler scheinen diese Technologie nach und nach für sich zu entdecken. Was es damit auf sich hat und inwiefern der Einsatz der Pulsoximetrie im Sport sinnvoll ist, möchten wir in diesem Artikel genauer unter die Lupe nehmen

Was ist die Pulsoximetrie genau?

Keine Frage: Schon der Name klingt kompliziert und verheißt eigentlich nichts Gutes. Ein genauerer Blick lohnt sich jedoch, denn die Pulsoximetrie kann Leben retten. Ein Pulsoximeter ist ein kleines Gerät, das an eine Wäscheklammer erinnert, bloß mit dem Unterschied, dass es mit einem Display ausgerüstet ist und eine ausgeklügelte Technik im Inneren enthält. Mittlerweile sind diese Gadgets handelsüblich erhältlich. Dabei ist jene ausgeklügelte Technik ursprünglich noch rein für medizinische Zwecke entwickelt worden. Die Idee damals war, eine nichtinvasive Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung im Blut zu ermöglichen. Dies stellte einen entscheidenden Vorteil gegenüber invasiven Methoden dar, die nicht nur praktisch umständlicher sind, sondern schlichtweg auch mehr Zeit in Anspruch nehmen - Zeit, die man im Notfall häufig nicht hat. Denn das Fatale bei einem Sauerstoffmangel ist, dass man ihn erst dann registriert, wenn es schon fast zu spät ist und eine Hypoxie (Sauerstoffmangel) bereits eingesetzt hat. Die Pulsoximetrie setzt bei der Blutsauerstoffmessung auf ein optisches Messprinzip und funktioniert im Grunde wie ein Spektralphotometer. Auf einen Finger geklemmt, sendet es von der einen Seite aus infrarotes und rotes Licht durch den Finger. Auf der anderen Seite wird es von einem Empfänger absorbiert. Ein Computer berechnet anhand der Absorptionsraten die aktuelle Blutsauerstoffsättigung (sauerstoffgeladenes Blut, HbO2, nimmt eher infrarotes Licht auf, während sauerstoffarmes Blut, Hb, vor allem rotes Licht absorbiert). Da die Pulsfrequenz für die Messung bedeutend ist (zum Zeitpunkt des Pulsschlages befindet sich mehr HbO2 im Blut als zwischen den Schlägen), messen Pulsoximeter, wie der Name ja bereits sagt, auch den Puls und zeigen diesen auf dem Display an.

Einsatzmöglichkeiten der Pulsoximetrie im Sport

Die gleichsam „klassischen“ Einsatzmöglichkeiten der Pulsoximetrie erschöpfen sich vor allem im Rahmen des medizinischen Alltags. Hier wird sie etwa im Rettungsdienst, auf Intensivstationen sowie bei der Anästhesie angewandt. Außerdem wird Pulsoximetrie auch zum Monitoring bei Frühgeborenen verwendet, und auch in der Schlafmedizin ist die schnelle Messung des Blutsauerstoffgehalts ein unabdingbares Instrument, wenn es etwa darum geht, einer Schlafapnoe auf die Schliche zu kommen. Im Bereich des Sports war die Pulsoximetrie lange Zeit eher den Profis vorbehalten. So wird sie beispielsweise in der Sportfliegerei oder im Extrembergsteigen eingesetzt, um Anzeichen einer Höhenkrankheit bzw. einer Hypoxie frühzeitig zu erkennen. Aber auch im Freizeitsport setzt sich die Pulsoximetrie nun immer mehr durch. Es liegt dabei zunächst auf der Hand, dass vor allem Menschen mit etwaigen Lungen- und Atemwegsbeschwerden (Asthma etc.) im Sportalltag von der Pulsoximetrie profitieren, da sie sich so vor Überlastungen schützen können. Dennoch: Auch gesunde Sportlerinnen und Sportler können die Pulsoximetrie sinnvoll einsetzen, um möglichst effektiv zu trainieren. Fällt der Sauerstoffgehalt etwa unter den Schwellenwert von 94 %, so gilt es die sportliche Aktivität zu unterbrechen und abzuwarten, bis sich der Wert wieder bei 98-99% auf Normalniveau eingependelt hat. Das Beste an der Pulsoximetrie ist letztlich: Man kann sie einfach ausprobieren, denn schaden tut sie keinem.

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erstellt von CS

geändert am 19.01.2019

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